FAQ: 8 Fragen zu Datensicherung und Wiederherstellung

Wie oft sollte gesichert werden?

So oft, dass der festgelegte tolerierbare Datenverlust (RPO) eingehalten wird. Wer höchstens eine Stunde Arbeit verlieren darf, braucht mindestens stündliche Sicherungen oder eine Replikation mit zusätzlichen Sicherungsständen.

Reicht eine Synchronisation in die Cloud als Backup?

In der Regel nicht. Eine Synchronisation überträgt auch Löschungen und verschlüsselte Dateien. Ein Backup braucht mehrere unabhängige Sicherungsstände, die vor Veränderung geschützt sind.

Sichert Microsoft 365 meine Daten automatisch?

Microsoft betreibt die Dienste redundant und bietet Papierkörbe und Aufbewahrungsfunktionen. Ob das die eigenen Anforderungen an RPO, RTO und Aufbewahrung erfüllt, muss anhand des Vertrags und der Konfiguration geprüft werden; viele Unternehmen ergänzen eine eigene Sicherung.

Wie lange müssen Backups aufbewahrt werden?

Eine einheitliche Frist gibt es nicht. Die Aufbewahrung muss lang genug sein, um auch spät entdeckte Fehler oder Angriffe zu beheben, darf personenbezogene Daten aber nicht länger als nötig vorhalten. Handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten (§ 257 HGB, § 147 AO) sind zu beachten, wenn Sicherungen die einzige Ablage sind.

Müssen Backups verschlüsselt werden?

Die DSGVO nennt Verschlüsselung in Art. 32 Abs. 1 lit. a als Beispiel für geeignete Maßnahmen. Für Sicherungen, die außer Haus oder bei Dienstleistern liegen, ist Verschlüsselung Stand der Technik; der Schlüssel muss im Notfall verfügbar und zugleich geschützt sein.

Wer ist für die Datensicherung verantwortlich?

Die Verantwortung liegt bei der Leitung des Unternehmens. Bei NIS-2-Einrichtungen ist die Geschäftsleitung nach § 38 BSIG ausdrücklich verpflichtet, die Maßnahmen umzusetzen und zu überwachen. Die Durchführung kann an IT oder Dienstleister übertragen werden, die Kontrolle nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Backup und Archivierung?

Ein Backup dient der Wiederherstellung nach Verlust oder Störung und wird regelmäßig überschrieben. Eine Archivierung bewahrt Daten unveränderbar für eine festgelegte Dauer auf, etwa zur Erfüllung von Aufbewahrungspflichten.

Wie teste ich, ob mein Backup funktioniert?

Indem Sie regelmäßig wiederherstellen: zunächst einzelne Dateien und Postfächer, dann ganze Systeme in einer Testumgebung und schließlich den Wiederanlauf eines Prozesses. Jeder Test wird mit Ziel- und Istwerten protokolliert.

Keine Rechtsberatung. Rechtsstand: 04.11.2026.

Backup, Notfallplanung und Nachweise in einem System

Das BCMS-Modul von MGMSYS verbindet Business-Impact-Analyse, Notfallpläne, Wiederanlaufstrategien und dokumentierte Übungen und Tests nach ISO 22301. Zusammen mit dem ISMS nach ISO/IEC 27001 entsteht ein durchgängiger Nachweis von der Anforderung bis zum Restore-Protokoll, gehostet in Deutschland.

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